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Motorfokus mit RB35 Motor

Jeder der schon mal mit einem Motorfokus gearbeitet hat wird ihn zu schätzen wissen. Leider sind die Preise, die man dafür im Fachhandel bezahlen muß leider nicht immer für den Geldbeutel des Hobbyastronomen zu verkraften. Aber auch hier bietet das Internet eine Fülle an kostengünstigen Alternativen. So bin ich nach einiger Suche auf folgende Schaltung gestoßen, die sich relativ leicht herstellen läßt. Die Bauelemente bekommt man entweder bei Conrad Elektronik oder im entsprechenden Fachhandel vor Ort. Das Kenrstück besteht aus einem Motorumschaltrelais. Dieses ermöglicht es einen Gleichstrommotor in 2 Drehrichtungen zu betreiben.

Zunächst habe ich mir von Conrad Elektronik eine Schnecke und ein Zahnrad besorgt. Dieses gibt es in verschiedenen Untersetzungen. Ebenso der RB-35 Getriebemotor, welcher intern schon mit Untersetzungen bis 1:200 geliefert wird.

Für den Motor habe ich mir eine Halterung gebaut um ihn am Olularauszug zu befestigen. Hierzu wurde das linke Handrad abgeschraubt und durch das Zahnrad ersetzt. Deises sitzt locker auf der Achse und kann mit einer Flügelmutter fest angezogen werden. Durch Lockern der Mutter ist es dann mögich auch manuell den Fokus einzustellen. Das geht schneller. Mit normaler Geschwindigkeit braucht der Motorfokus bei mir etwa 30 Sekunden um den kompletten Weg des Okularauszug. Auf einen Test des langsamen Modus habe ich verzichtet. Wahrscheinlich wäre ich dabei eingeschlafen.

 

Am das Ende des Getriebemotors habe ich einen alten Okularschutzbehälter geschoben und festgeklebt. Dieser hat erfreulicherweise genau gepasst. In einer kleinen Bohrung am Boden des Okularbehälters habe ich die Anschlussbuchse für die Steuerbox befestigt.

Beim Bau der Handsteuerbox Hat man 2 Möglichkeinen. Entweder man baut sie in Freiluft-Verdrahtung oder man setzt alles auf eine Leiterplatte. Als gelernter Elektroniker habe ich mich natürlich für die 2. Variante entschieden. Ordnung muß halt auch in den Geräten sein. Also wurde mit Eagle nach obigem Schaltplan eine Leiterplatte entwickelt und geätzt. Da kamen dann alle Bauelemente drauf und alles wurde in einem schicken schwarzen DIN-Gehäuse verpackt.

Die Rückansicht der Leiterplatte

Und das fertige Ghehäuse. Oben der Schalter für die beiden Geschwindigkeiten und unten dei beiden Taster für die Fokussierungsrichtung.